Die Singapura

    

 "Weder  ein Bild  noch tausend Worte können diese, in  jeder Beziehung        

  einmalige Katze, gebührend  beschreiben! Man  müsste Dichter und be- 

  gnadeter Fotograf sein, um das wiederzugeben, was diese Tiere ausstrah-

  len  und vermitteln können.“

 

 

   Obwohl  die  Singapura  als  eine  der kleinsten Rassen gilt, ist sie doch in 

   ihrem  Charm,  ihrer Intelligenz  und ihrer  unendlichen  Treue  eine  der 

   Größten. Mit ihrem  Temperament  und  dem scheinbar  endlosen  Spiel-

   trieb nimmt sie Besitz  von ihrem Menschen  und  lässt ihn  nie mehr los. 

   Mit einer leisen, zarten Stimme, wie wir  sie   sonst bei Katzen nicht  ken-

   nen, spricht sie  zu uns  und versteht  sich  perfekt  auf`s Betteln,  Flörten  

   und  Schmusen.  Die  Singapura  ist  sehr  gutmütig  und  neigt   selbst  in  

   Stresssituationen nicht  zu aggressivem Verhalten,  was  sie  besonders  für  

   Familien  mit  Kindern  zum  idealen  Lebensgefährten   macht.  Das wohl 

   Schlimmste,  was man diesen Katzen  antun kann, ist sie in Einsamkeit  le-

   ben zu lassen. Eine Singapura, die täglich mehrere Stunden alleine ist oderr i

   im Zwinger gehalten  wird, verfällt  nach einiger  Zeit  in  depressives Ver-  

   halten  und  über  kurz oder lang  geht sie  daran  zu  Grunde. Mit  einem   

   Freund  an  ihrer Seite  blüht sie dagegen auf und akzeptiert sowohl Hunde  

   als  auch Katzen, wenngleich  sie ihren Menschen immer bevorzugt!

 

  Mit einem Körpergewicht  von ca. 1,5 bis 2,7 kg ist  die  Singapura außer- 

   gewöhnlich  leicht  und  klein, wirkt  in ihrer Erscheinung  jedoch keines-

   wegs degeneriert sondern macht  einen kräftigen Eindruck. Die Singapura 

   verfügt  über  einen  kompakten,  wohlproportionierten  Körper, der  auf 

   relativ  kurzen, muskulösen Beinen mit sehr kleinen ovalen  Pfoten steht.

   Ihr kurzer Hals trägt einen kleinen Kopf,  der  mit seiner  nicht zu langen

   Nase und  den  großen,  weitgeöffneten  Augen, in grüner bis  haselnuss-  

   brauner  Farbe   (niemals blau!)  einem  Puppengesicht  gleicht.  Hervor- 

   stechend sind  ihre  großen,  weit  angesetzten, offenen  Ohren. Die  Ein- 

   maligkeit ihrer Erscheinung hat die Singapura nicht zuletzt ihrem  traum- 

   haften Fell zu verdanken, dessen  Farbe  (sepia agouti)  wie  ein   warmer, 

   brauner Schleier  auf   einem  elfenbeinfarbenem   Untergrund   erscheint 

   und ihr  so  die  gewisse  Ähnlichkeit  mit  einem  kleinen  Puma verleiht. 

    Die Singapura  zählt  zu den  Ticked-Tabby-Katzen  und  weist  alle  dafür 

   typischen  Merkmale auf. In seiner Textur ist ihr Fell sehr kurz, seidig und  

   schmiegt sich eng an den Körper. Streichelt man eine Singapura erscheint 

   es fast,  als  läge  ein  Stück  Satin über der Katze.

 

 

    In ihrer Pflege ist die Singapura  sehr anspruchslos. Neben der   normalen 

    Hygiene reicht ein  gelegentliches Bürsten, um das Fell von losen Haaren 

    zu befreien  und das Streicheln der Katze  mit  einem weichen Wildleder-

    tuch verleiht dem Fell einen noch seidigeren Glanz. Eine Singapura sollte  

    nur  vor  Ausstellungen  gebadet  werden und von einer Pflege mit Trok- 

    kenshampoo bzw. Puder ist ganz  abzuraten!

    Obwohl die Singapura seit nunmehr über 20  Jahren gezüchtet  wird, ist

    sie  in  Europa  nach  wie  vor  eine  Rarität  und  auch  in den USA noch

    verhältnismäßig  selten  anzutreffen, was  wohl nicht  zuletzt  daran liegt, 

    dass sie aufgrund ihres sehr speziellen Wesens keine „Massenproduktion“ 

    verträgt.

 

     Auszug aus „Die Singapura“

      Von Brit Matthes, 1999

 

 

 

     Für weitere Informationen über die Singapura stehen wir natürlich 

     jederzeit zur Verfügung!

 

 

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